Wenn der Euro schwächelt – was bedeutet das?
Seit der Finanzkrise 2008 hat sich viel verändert. Die deutsche Wirtschaft hat wieder angezogen, dennoch hat Europa mit einer zunehmenden Schuldenkrise zu kämpfen. Das macht sich immer mehr hinsichtlich des Euro bemerkbar, denn dieser schwächelt. Doch was bedeutet das?
Wenn der Eurokurs sinkt, steigt in gleichem Atemzug der Dollarkurs. Das hat insbesondere Auswirkung auf den weltweiten Handel. Viele Produkte werden nach wie vor in Dollar gehandelt und somit werden diese teurer, obwohl der Preis gleichbleibend ist. Für die Deutschen macht sich dies insbesondere bei den Energiekosten bemerkbar. Produkte, wie Heizöl und Benzin werden teurer, wenn durch einen starken Dollar die Kosten für Rohöl steigen.
Hinzu kommt, dass Urlauber im außereuropäischen Ausland mehr bezahlen müssen, weil sie für den Euro eben nicht mehr so viel bekommen wie zuvor.
Doch nicht nur die privaten Haushalte haben dadurch zu leiden, auch Unternehmen, die ihre Vorleistungsgüter im Ausland beziehen, müssen tiefer in die Tasche greifen. Dabei ist nicht unbedingt nur ein sinkender Euro das Problem, als vielmehr die Kursschwankungen. Diese müssen am Devisenmarkt ausgeglichen werden, was wiederum für neue Kosten sorgt.
Dagegen hat es die Exportwirtschaft einfacher. Wenn sich die Importe verteuern, werden Exporte günstiger und Waren aus Deutschland finden einen besseren Absatz auf dem internationalen Markt.
Bei Geldanlagen profitieren diejenigen vom schwachen Euro, die in ausländische Währung investiert haben. Wer allerdings Kredite in fremdländischer Währung zu laufen hat, für den wird die Finanzierung nun noch teurer.