Wende in Energiepolitik bringt deutschen Wertpapieren Aufwind
Deutsche Aktien boomen, weil Deutschland und viele andere Nationen durch die Ereignisse in Japan zum Umdenken gebracht wurden.
Der Ausstieg aus der Atomenergie war beschlossene Sache. Nur wann, darüber stritten die Parteien hierzulande. Die einen wollten einen früheren Ausstieg, der aber einen Zukauf ausländischen Atomstroms erfordert hätte, die anderen, so behaupten böse Zungen, gingen den Weg der Lobbyisten. Doch nun hat ein furchtbares Ereignis die Welt zum Handeln gezwungen.
Der Atomausstieg wird nun früher erfolgen. Doch das bedeutet zum einen eine Konzentration auf alternative Wege der Energiegewinnung. Zum anderen heißt das Ausbau des Netzes. Paradoxerweise muss nun, da die ersten Meiler vom Netz gingen, für den Energiebedarf im Süden des Landes Atomstrom aus den Nachbarländern importiert werden, während der Norden Deutschlands genug Strom aus Wind und Sonne produziert, um diesen wieder in unsere Nachbarländer zu exportieren. Diese Situation besteht, weil es uns wegen unseres unzureichenden Netzes an Versorgungsleitungen nicht möglich ist, den Strom aus dem Norden zur Industrie in den Süden zu bringen. So wird ein Ausbau des Netzes unabdingbar, denn Deutschland fehlen laut Wirtschaftsminister Brüderle 3.500 Kilometer Stromleitungen.
Ausweichen könnte man ebenfalls auf Erdgas und auf Kohle. Doch die Kohlekraftwerke produzieren wiederum dermaßen viel Co2, dass sie wohl kaum eine gute Alternative zum Atomstrom darstellen. So erscheint es als logische Konsequenz, dass die Stadtwerke Düsseldorf nun ein neues Gaskraftwerk planen.
Diese politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen haben nun dazu geführt, dass der deutsche Aktienmarkt derzeitig glänzt! Investitionen in erneuerbare Energien sind gerade unheimlich lohnend und werden es den Anlegern noch lange danken. Denn an der Wichtigkeit erneuerbarer Energien wird sich aufgrund des Atomausstiegs und der fehlenden wirklichen Alternativen vorläufig nichts ändern.