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Sind Leasingfonds sicher?

by Autor on 24. Februar 2011

Leasingfonds sind eine Alternative zu den bisherigen angebotenen Investmentfonds. Es handelt sich bei diesen Fonds allerdings auch wieder um geschlossene Fonds, deren Nachteile immer wieder unterstrichen werden.

Lange Laufzeiten, keine Kontrolle, möglicher Totalverlust des Geldes, keine Verfügbarkeit der Anteile und schlechte Transparenz werden immer wieder als entscheidende Nachteile erwähnt. Dies ist seit längerem bekannt und nichts Neues mehr, lässt sich aber auch nicht abstreiten. Jedoch sind die geschlossenen Fonds auch nicht für jedermann gedacht, so dass die Zielgruppe diese Nachteile vielleicht gar nicht so als nachteilig ansieht. Für gut verdienende Menschen aus der bürgerlichen Schicht, die etwas höhere Beträge zur Geldanlage zur Verfügung haben und auf diese auch nicht zurückgreifen müssen, handelt es sich bei geschlossenen Fonds möglicherweise doch um eine gute Investitionsmöglichkeit.

Das Besondere an Leasingfonds ist die Tatsache, dass sie das Geld einsammeln und davon unterschiedliche Objekte kaufen, um diese dann an Dritte weiter zu vermieten. Bei allen anderen geschlossenen Fonds tritt die Fondsgesellschaft immer als Käufer von Objekten auf, um mit diesen dann durch operative Geschäfte Gewinne zu erzielen, wie es häufig mit Immobilien, Schiffen oder anderen Objekten passiert ist. Bei den Leasingfonds tritt die Gesellschaft allerdings als Leasinggeber auf, was neu ist. Durch die Vermietung von Objekten, beweglich oder unbeweglich, erhalten die Fondsgesellschaften ihre Einkommen. Die daraus resultierenden Gewinne werden dann an die Anleger ausgezahlt.

Von den regelmäßigen Mietzahlungen hängen die Einnahmen dieser Fonds ab, je besser ein Leasingnehmer zahlen kann, umso sicherer ist es für die Fondsgesellschaft und somit auch für den Anleger. Darin liegt aber auch gerade das Hauptproblem, das bei einem Ausfall von Zahlungen die Fonds in finanzielle Probleme kommen können. Der Anleger muss auf das Fondsmanagement vertrauen, dass es die richtigen Leasingnehmer findet, da er selber nicht auf die Entscheidung einwirken kann.

Der Vertrag wird zwischen Leasingnehmer (Dritte) und Leasinggeber (Fondsgesellschaft) geschlossen. Deshalb handelt es sich bei den Leasingfonds um eine überschaubare Investition, deren Risiko in der Auswahl der richtigen – also solventen – Leasingnehmer besteht.

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